Sonnenschutz für Baby und Kind

So schützt man empfindliche Baby- und Kinderhaut vor den schädlichen UV-Strahlen.

Viel Bewegung, frische Luft und Sonne: Für eine gesunde Entwicklung müssen Kinder sich viel draussen austoben und bewegen können.
Doch für die dünne Kinderhaut sind Sonnenstrahlen nicht ungefährlich. Besonders bei Babys muss man extrem aufpassen. Im Vergleich zur Haut der Erwachsenen, ist die schützende Oberhautschicht deutlich dünner und bildet nur ungenügend Pigmente, um sich vor den UV-Strahlen zu schützen. Babyhaut wird in der Sonne nicht braun und die Gefahr eines Sonnenbrandes ist besonders gross. Zudem können Babys die Körpertemperatur nur unzureichend regulieren, so dass es leicht zu einer Überhitzung kommt.
Die Eigenschutzzeit von Kinderhaut beträgt übrigens nur 2-7 Minuten. Je nach Alter kommt es also schon nach 5-10 Minuten zu einem Sonnenbrand.

Kinder brauchen also einen ganz besonderen Schutz vor der Sonne
Im Klartext heisst das:

Säuglinge und Kleinkinder sollten nie der prallen Sonne ausgesetzt werden. Achtung auch mit Sonnenschirmen: Auch diese lassen immer noch einen grossen Teil der UV-Strahlung durch. Das Gleiche gilt für den bedeckten Himmel.

    Ganz wichtig ist immer auch die Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille.

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    Falls ihr jetzt denkt:
    «Super Idee. Hab ich schon oft versucht, klappt aber nicht.»


    Hier 3 Tipps:

    1. Nicht verzweifeln. Den Hut spielerisch immer wieder aufsetzen. Mit einem kleinen Spruch, Lied, einer kleinen Geschichte.
    2. Den Hut immer wieder anbieten. Wenn es nicht grad klappt eine kurze "Hutpause" machen und an den Schatten gehen.
    3. Wenn das Kind schon sprechen kann:
    Die JA/NEIN Frage probieren:
    «Willst du den Hut selber anziehen oder soll ich es machen?»

    Wenn Kinder selber entscheiden können, WIE sie etwas machen sollen, klappt es oft viel besser. ;-)

    Klar. Nicht nur Kopf und Augen müssen bei Babys und Kleinkindern geschützt werden, sondern der ganze Körper und auch das Gesicht.
    Die nicht bedeckten Körperstellen gut und regelmässig eincremen.


    Am besten macht man das schon vorher zu Hause. Denn sind die Kinder einmal draussen, gibt es für sie meistens kein Halten mehr. Das
    Eincremen wird zum Spiessrutenlauf und kann schnell mal zu einem kleineren Nervenzusammenbruch führen...
    (Also bei den Eltern, nicht bei den Kids :-)
    Auch hier empfiehlt sich eine spielerische Variante. Man kann zum Beispiel sehr gut ein kleines "Sonnencreme-Zeichnungsspiel" veranstalten und eine Sonne, ein Gesicht oder Punkte auf Bauch, Hände, Rücken oder aufs Gesicht "malen."

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    Vielleicht könnt ihr auch einen lustigen "Sonnenschutz-Eincremespruch" erfinden, ein Lied singen oder euch gegenseitig eincremen...

    Welche Sonnencreme für Babys und Kleinkinder?

    Für Babys und ganz kleine Kinder sind Sonnenschutzpräparate mit physikalischen (mineralischen) Filtern zu empfehlen.

    VORTEILE der mineralischen Sonnencreme

    • Sie schützt sofort nach dem Auftragen.
    • Sie ist für sensible und allergische Haut besser geeignet.
    • Gilt als "umweltfreundlicher".
    • Häufig länger haltbar.
    • Physikalische UV-Filter sind fotostabil, sie werden in der Sonne nicht zersetzt und der UV-Schutz bleibt aufrecht erhalten.
    • Sonnenschutzprodukte mit chemischen UV-Filtern können für Kinder ab einem Jahr verwendet werden.

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    Wie lange hält der Sonnenschutz?

    Es ist wichtig, die Kinder nach dem Baden kurz abzutrocknen, denn Wassertropfen wirken auf der Haut wie Brennglas. Danach ist erneutes Auftragen der Sonnencreme (auch wenn diese wasserfest ist) unerlässlich, damit der Schutz aufrecht erhalten wird.

    Gerade beim Spielen am und im Wasser oder für den Strand empfiehlt die Krebsliga deshalb, den Kindern UV-Schutz-Textilien anzuziehen. Diese speziell gefertigte Bademode hat einen Lichtschutzfaktor, der weit über denen der stärksten Sonnencreme liegt.

    strand_AdobeStock_63645953.jpg


    Die Empfehlungen der Krebsliga

    Kinder von 0–1 Jahr

    • Im ersten Lebensjahr: Direkte Sonnenstrahlung meiden.
    • Insbesondere die Mittagszeit wenn möglich im Haus oder im Schatten verbringen.
    • Generell Schatten der Sonne vorziehen.
    • Falls der Aufenthalt an der Sonne nicht vermeidbar ist: Siehe Empfehlungen
    «1–6 Jahre».
    • Vitamin-D-Substitution gemäss Empfehlungen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

    Kinder von 1–6 Jahren

    • Generell Schatten der Sonne vorziehen.
    • Von Mai bis August die Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr meiden.
    • Schulterdeckende Kleider, Hose, Sonnenbrille sowie einen Hut tragen.
    • Am und im Wasser, am Besten UV-Schutzkleidung.
    • Sonnenschutzmit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder mehr verwenden.
    • Produkt mit UVB und UVA-Schutz.
    • Auch wasserfeste Sonnenschutzmittel nach dem Baden erneut auftragen.
    • Vitamin-D-Substitution gemäss Empfehlungen des Bundesamtes für
    Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

      Sonnenschutz für Babys und Kinder

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      Kathrin Buholzer

      Kathrin Buholzer

      Redaktorin, Bloggerin, zuständig für Familienthemen

      Eltern-Bloggerin I Mom von 2 Teenie-Girls I Open Air Fan I Bernerin I Testet sehr gerne Wellnesshotels, Haushalts- und Kosmetikgeräte

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