Der Nachfolger der Glühbirne ist da
Ölgekühlte Leuchtdioden erobern die Schweiz
Mägenwil, 17. März 2009 – So muss es aussehen, das Leuchtmittel der Zukunft: dreissig Jahre Lebensdauer, energieeffizient, quecksilberfrei. Die Liquid LED vereint die Vorzüge von Leuchtstoff-Stromsparlampen mit denjenigen traditioneller Glühbirnen – ohne deren Nachteile. Das Liquid-LED-Sortiment ist in drei bis vier Wochen bei Brack Electronics und in gut sortierten Elektrogeschäften erhältlich.
Die Birnen von Liquid LED sind mit den neuesten Errungenschaften der Leuchtdiodentechnik ausgestattet. Anders als bisher erhältliche LED-Lampen sind die Liquid LEDs genauso einfach handzuhaben wie konventionelle Glühbirnen: sie lassen sich in die E27- oder E14-Lampenfassungen schrauben und sind ohne Farbverschiebung dimmbar.
Keine Elektronik, keine Strahlung, keine Schwermetalle
Eine neue LED-Bauart macht es möglich: Die wechselstromfähige LED benötigt keine Elektronik mehr für den Anschluss am Wechselstromnetz. Die Lampe ist frei von giftigen Schwermetallen wie Quecksilber und ist deswegen sowohl in Herstellung als auch Entsorgung unbedenklich. Die Liquid LED gibt darüber hinaus keine potenziell gefährliche Strahlung («Elektrosmog») ab. Für Personen, die empfindlich auf elektromagnetische Strahlung reagieren, ist Liquid LED – im Gegensatz zur Energiesparlampe – deshalb die richtige Wahl für die Nachttischlampe.
Ausgeklügelte Ölkühlung
Neben der Wechselstrom-LED ist der mit Flüssigkeit gefüllte Leuchtkörper die zweite bahnbrechende und namensstiftende Neuerung von Liquid LED. Die Flüssigkeit erfüllt zwei Funktionen: zum einen verteilt sie die von der Diode ausgehende Wärme gleichmässig. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer der Leuchtdiode: Die Oberflächentemperatur übersteigt deshalb nie 55 °Celsius, was Lampe und Finger freut. Zweitens sorgt die Flüssigkeit für eine Leuchtcharakteristik, die derjenigen einer Glühbirne nahe kommt: ein warmes, diffuses Licht. Zur Flüssigkeit selbst: sie besteht aus einem Standard-Mineralöl, das auch zur Herstellung von Baby-Pflegeprodukten benutzt wird. Das Öl ist gesundheitlich unbedenklich und wiederverwertbar.
Geringer Stromverbrauch schont Geldbeutel und Umwelt
Die Leistungsaufnahme der Liquid LED beträgt 4 Watt. Das entspricht ungefähr der Leuchtkraft einer 7-Watt-Energiesparlampe oder einer 35-Watt-Glühbirne. Modelle mit einer stärkeren Leuchtkraft kommen zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt. Gegenüber der Glühbirne spart der Haushalt mit einer 4-Watt-Liquid-LED folglich ca. 87 Prozent Stromkosten. Einem Fachartikel des SEV aus dem Jahr 2007 zufolge beträgt der durchschnittliche Stromverbrauch eines Schweizer Haushalts 3500 kWh pro Jahr. Wenn ungefähr ein Siebtel davon auf die Beleuchtung fällt, ergibt sich ein ordentliches Sparpotenzial.
Rekordverdächtige Lebensdauer
Ein grosser Fortschritt der neuen Liquid-LED-Technik ist ihre Beständigkeit: Die Liquid LED hält laut Hersteller über 30'000 Stunden. Bei durchschnittlichem Betrieb von drei Stunden pro Tag entspricht das einer Lebensdauer von rund 30 Jahren. Zum Vergleich: bei der Lebensdauer einer Glühbirne wird meist ein Jahr, bei derjenigen einer Energiesparlampe zwölf Jahre angegeben. Das freut auch den Hausmeister: er muss seltener als vorher ausrücken, um Lampen an unzugänglichen Orten auszuwechseln.
Auch dort, wo herkömmliche Energiesparlampen versagen
Im Gegensatz zu Energiesparlampen auf Leuchtröhrenbasis ist das Licht sofort da. Deshalb wird Stromsparen jetzt auch dort einfach, wo die Leute auf verzögerungsfreie Beleuchtung angewiesen sind: in Kellern, auf dem Flur und im Badezimmer. Kurzum: Liquid LED ist die bessere Energiesparlampe und der optimale Glühbirnen-Ersatz.
INFO-BOX
Deshalb ist die Energiesparlampe ein überholtes Modell
Europaweit sind die Tage der konventionellen Glühbirne gezählt. Die Europäische Union und die Schweiz haben Bestimmungen erlassen, die den Einsatz besonders verschwenderischer Leuchtmittel bald ganz verbietet. So sollen Stromverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoss sinken. Eine gängige Alternative ist die Energiesparlampe. Sie besteht gewöhnlich aus einer Leuchtstoffröhre, einem Schraubsockel und einem Vorschaltgerät, das eine Elektronik zum Starten der Röhre und zur Begrenzung des Stroms enthält. Energiesparlampen wandeln die Energie effizient in Licht um und sparen Strom. Gängig heisst dennoch nicht optimal: sie weisen mehrere Nachteile auf:
- Das Licht ist nicht unmittelbar nach dem Einschalten da
- Sie sind nur bedingt dimmbar
- Herstellung und Entsorgung sind wegen der schwermetallhaltigen Elektronik und dem gasförmigen Quecksilber aufwändig und nicht umweltfreundlich
- Die Lebensdauer verkürzt sich mit jedem Schaltzyklus
- Die Leuchtkraft nimmt mit zunehmender Einsatzdauer ab
- Sie verursachen elektromagnetische Störungen
- Ihr Licht deckt ein naturfremdes Spektrum ab und ist «kalt». Das wirkt sich negativ auf den menschlichen Schlaf-Wach-Zyklus aus
Die Liquid LED gibt sofort Licht, hält über 30'000 Stunden, gibt keine Strahlung ab und ist in Warm- und Tageslicht-Weiss erhältlich. Eine nicht mehr benötigte Liquid LED entsorgt man an einer beliebigen SWICO-Annahmestelle (oder bei Brack Electronics); sollte die Lampe zerbrochen und Flüssigkeit ausgelaufen sein, entsorgt man die Flüssigkeit bei der Altöl-Sammelstelle.
Abkürzungsverzeichnis
LED Light Emitting Diode, engl. für Leuchtdiode
SEV Schweizer Verband für Elektro-, Energie- und Informationstechnik
SWICO Schweizerischer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und
Organisationstechnik
Verfügbarkeit und Preis
Die Liquid-LED-4-Watt-Lampen in drei Formen, zwei Fassungen und zwei Farben sind ab sofort bei Brack Electronics vorzubestellen und in drei bis vier Wochen ab Lager lieferbar. Sie kosten 35 Franken je Lampe. Nebst den 4-Watt-Lampen sind stärkere Liquid LED in Vorbereitung.
Drucktaugliche Bilder
http://info.brack.ch/presse/medienmitteilungen/Bilder/liquidled/
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